BI Zu(g)kunft Kerzell- Gemeinsame Resolution der Bürgeriniative FD-SLÜ und Antrag und Antwort auf Lärmsanierung durch die Gemeinde Eichenzell

20170714_Resolution_BIs_Fulda-Schlüchtern_mit_Unterschriften 2017_08_15_BMVI_Antrag_Lärmschutz

 

20170714_Resolution_BIs_Fulda-Schlüchtern_mit_Unterschriften

 

2017_08_15_BMVI_Antrag_Lärmschutz

 

2017-09-08 Anw BMV Lärmschutz

 

Bahn_Beeinträchtigung Sulzhof und Kerzell

 

2018-10-24 Lärmschutz – Michael Brand MdB

 

BI Zu(g)kunftKerzell will zweigleisig vorgehen -Sofortiger Lärmschutz wird in Angriff genommen

BI Zu(g)kunftKerzell will zweigleisig vorgehen

Sofortiger Lärmschutz wird in Angriff genommen

Die Bürgerinitiative Zu(g)kunftKerzell hat während ihrer jüngsten Mitgliederversammlung im Bürgerhaus ihr weiteres Vorgehen festgelegt. Der Eichenzeller Ortsteil ist bereits heute massivem Lärm an der bestehenden Bahnstrecke Fulda-Frankfurt ausgesetzt. Bis zum Jahr 2030 soll die Strecke ausgebaut werden, um Engpässe zu beseitigen. Deshalb hat die Kerzeller BI nun ein zweigleisiges Vorgehen beschlossen. Einerseits will sie sich für zeitnahen Lärmschutz an der bestehenden Strecke einsetzen, andererseits konstruktiv mitarbeiten, um eine optimale Linienführung beim Streckenausbau zu erarbeiten. Die Mitglieder der BI segneten diesen Fahrplan des BI-Vorstandes einstimmig ab.

„Wir möchten unabhängig vom Ausbau schon jetzt Lärmschutz an der bestehenden Strecke“, sagt Hermann Reith, erster Vorsitzender der BI.  Bislang habe es ja stets seitens der Bahn gehießen, dass nur dort Schallschutz installiert werde, wo durch bauliche Maßnahmen Veränderungen vorgenommen würden. Die Kerzeller BI sieht nun erste Anzeichen, dass sich die Haltung der Bahn in diesem Punkt verändert hat. „Bei informellen Gesprächen am Rande des Dialogforums sind wir von führenden Bahn-Vertretern ermutigt worden, das Thema Lärmschutz schon jetzt anzugehen. Bis  zur Inbetriebnahme der neuen Strecke würde es ja wohl noch 15 Jahre dauern“, berichtet Hermann Reith. Auch aus dem hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr seien Hinweise gekommen, dass sich die Ausgangslage geändert habe, berichtet Reith. Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb habe der BI jedenfalls seine Unterstützung im Kampf um zeitnahen Lärmschutz zugesagt.  Die BI Kerzell baut auch auf das Lärmschutz-Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion, in dem die „Modellregion Fulda“ verankert ist. Im Kreis Fulda sollen laut diesem Papier unterschiedliche Methoden getestet werden, um Menschen vor Bahnlärm zu schützen.

Deutlich weiter in der Zukunft liegt der Ausbau der Strecke Fulda-Frankfurt. Die Mitglieder von Zu(g)kunftKerzell betrachten die Varianten I bis IV sowie VI und VII als Vorzugsvarianten. Allen gemeinsam ist, dass sie deutlich südlich von Fulda auf die Schnellfahrstrecke Fulda – Würzburg eingefädelt werden. Hermann Reith: „Diese Strecke wird seit Jahren nur zu maximal 40 Prozent  ausgelastet und bietet damit das Potenzial, den überregionalen Zugverkehr aus den Ortschaften herauszuhalten. Bei Realisierung würde eine Gleichverteilung der Zugzahlen auf der Bestandsstrecke und der Schnellfahrstrecke Fulda-Würzburg erreicht.“

Kategorisch abgelehnt wird von den BI-Mitgliedern die Variante V in allen drei Untervarianten. Hermann Reith: „Sie durchfahren die Ortslage Kerzell auf der gesamten Länge von  600 Metern beziehungsweise kesseln den Nüchters- und den Sulzhof ein.“ Verbunden mit dem Bau wären Abriss und Neubau von sechs Brücken sowie die Verlegung von zwei überörtlichen Straßen. Ein mögliches Neubaugebiet wäre Makulatur. Reith: „Am bedeutsamsten wäre allerdings, dass sich die Zahl der täglich passierenden Züge von den heute 360 auf über 500 erhöhen würde. Das  wäre für die Bürger von Kerzell nicht mehr zum Aushalten – selbst bei der Installierung von Schallschutz.“

Neue zweite Vorsitzende der BI sind Stefan Wenisch als Vertreter der Siedlung „Am Steinberg“ sowie Ortsvorsteher Steffen Reith. Als Beisitzer rückt der stellvertretende Ortsvorsteher Christoph Jestädt nach.

Hermann Reith abschließend: „Wir werden weiter konstruktiv an Lösungen arbeiten und mitwirken.“

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Versammlung am 6. März der BI Zu(g)kunft Kerzell

Montag, 06. März 2017.

Beginn: 19:00 Uhr

Ort: Bürgerhaus Kerzell, Vereinsraum

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Neue Informationen seit dem letzten Treffen am 26. Januar 2017
  3. Zweigleisiges Vorgehen bezüglich a) Lärmminderungsmaßnahmen und b) Auswahl der Varianten
  4. Weitere Vorgehensweise zur Realisierung von zeitnahem Lärmschutz an den vorhandenen Bestandsstrecken
  5. Vorzugsvarianten
  6. Ablehnungsvariante
  7. Abstimmungen über die TOP 3 – 6
  8. Fragen und Sonstiges

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Konstruktiv mitarbeiten und Wege aufzeigen

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Bürgerinitiative „Zu(g)kunft Kerzell“ gegründet

„Zu(g)kunft Kerzell“ heißt die Bürgerinitiative, die sich nun in Kerzell gegründet hat. Die Mitglieder wollen sich bei den Planungen für den Ausbau der Bahnstrecke Hanau – Würzburg/Fulda aktiv beteiligen. „Unser Ziel ist es, konstruktiv mitzuarbeiten, Wege aufzuzeigen und Lösungen zu erarbeiten statt das Projekt kategorisch  abzulehnen“, sagt Hermann Reith, frisch gewählter Vorsitzender der neuen Bürgerinitiative. Mit ihm im Vorstand sind Markus Weß (zweiter Vorsitzender), Gerd Müller (Schriftführer) und Thomas Atzler (Kassierer). Beisitzer sind Wolfgang Braun, Bernhard Möller, Hans-Joachim Seifert und Ortsvorsteher Steffen Reith. In den nächsten Tagen wird Löschenrod entscheiden, ob sich der Ort an der BI beteiligt oder nicht. Dann hieße die Bürgerinitiative „Zu(g)kunft Kerzell/Löschenrod“. Ein Beisitzerposten wurde entsprechend für ein Mitglied des Löschenroder Ortsbeirates freigehalten.

Für Kerzell wäre der Ausbau der Bestandsstrecke Fulda – Hanau eine schlechte Lösung. Schon heute schränken die beiden überregionalen Infrastrukturtrassen der Eisenbahn und die Autobahn A66 die Lebensqualität der Kerzeller deutlich ein. Das Verlegen zweier weiterer Gleise mitten durch den Ort würde zusätzlichen Lärm und weiter steigende Erschütterungen bedeuten. Baugebiete könnten nicht mehr erschlossen werden, Brücken müssten abgerissen, Straßen verlegt werden. Dabei sollten auch für Kerzell die Argumente und Kriterien für oder gegen eine Trasse gelten; zum Beispiel, dass der 250-Meter-Abstand der Gleise zur Wohnbebauung eingehalten wird.

In der Gemarkung Kerzell verläuft schon heute die Schnellfahrstrecke Fulda – Würzburg. Deren derzeitige Auslastung beträgt gerade einmal ein Viertel der Ist-Zugzahlen der parallel verlaufenden Bestandsstrecke Fulda – Hanau. Die BI schlägt daher die Anbindung der geplanten Ausbau-/Neubaustrecke Hanau – Würzburg/Fulda an die bisherige Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg deutlich südlich von Fulda vor. Der Personenfernverkehr könnte so auf die unterausgelastete Schnellfahrstrecke verlagert werden.

Der Güterverkehr bliebe zum überwiegenden Teil auf der alten Strecke und eventuell steigende Zugzahlen (Güterverkehr und Nahverkehr) könnten von den frei gewordenen Kapazitäten der Bestandsstrecke aufgenommen werden. Im verkehrlichen Gesamtzusammenhang stellt der Ausbau des Korridors Hanau – Würzburg/Fulda ein einheitliches Projekt zur Lösung der derzeitigen Überlastung dar. Daher sollte nach dem Willen der BI auch die Bestandsstrecke mit Schallschutz ausgestattet werden.

Das nächste Treffen der BI findet am Donnerstag, 26. Januar, ab 18 Uhr im Bürgerhaus Kerzell statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

 

 

Kerzeller/innen gründen Arbeitsgruppe beim Thema Bahnausbau

Mehr als 70 Zuhörer/innen bei Ortsbeiratssitzung

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Mit mehr als 70 Zuhörerinnen und Zuhörern erfuhr die Ortsbeiratssitzung im Kerzeller Bürgerhaus eine außergewöhnliche Resonanz. Hauptgrund für diesen Zulauf war der Tagesordnungspunkt „Ausbau Bahnstrecke Fulda-Frankfurt“. Seit Anfang November ist klar, dass die Bahn in einer von sieben Varianten vorsieht, die bisherige Bahnstrecke, die mitten durch Kerzell führt,  um ein oder zwei Gleise auszubauen. „Das wäre ein gehöriger Eingriff in das Erscheinungsbild unseres Dorfes“, sagte Ortsvorsteher Steffen Reith. Ein geplantes Baugebiet könne nicht mehr entstehen, Brücken müssten neu errichtet werden.

Über verschiedene Bauvarianten diskutierten die Ortsbeiratsmitglieder mit den Bürgerinnen und Bürger. Ergebnis: Es wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Interessen des Dorfes gegenüber Gemeinde und Planern vertritt. Mehr als 20 Frauen und Männer haben am Rande der Sitzung ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bekundet. Das erste Treffen findet bereits am Freitag, 13. Januar, um 18 Uhr im Bürgerhaus statt. Jeder/Jede, der noch mitmachen will, ist herzlich eingeladen.

Weiterer Tagesordnungspunkt war der Haushaltsplan 2017 der Gemeinde Eichenzell. Den gesamten Etat nahm der Ortsbeirat zur Kenntnis. Kerzell betreffend lehnten die Ortsbeiratsmitglieder das Werk einstimmig ab. Sie finden ihre Interessen und Vorschläge im Entwurf zu wenig beziehungsweise gar nicht berücksichtigt.

Dran bleiben möchte der Ortsbeirat an der Verlegung der Bushaltestellen in der Hanauer Straße. So soll erreicht werden, dass die großen Busse nicht mehr durch die durch Dorfmitte führende Fatimastraße fahren. „Das ist weder für die Anwohner noch für die Busfahrer eine angenehme Angelegenheit“, sagte Christoph Jestädt, stellvertretender Ortsvorsteher.

Auch die Ansiedlung der Firma Weider im Oberfeld (nahe Kerzell) war Thema der Sitzung. „Wir werden genau aufpassen, was da geschieht und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger agieren“, versprach Steffen Reith.