Brief an die DB Netz AG z.H. Herr Domke

Sehr geehrter Herr Dr. Domke,

mit großer Sorge schauen die Bürgerinnen und Bürger Kerzells auf die Planungen bezüglich der Bahnstrecke Hanau-Fulda/Würzburg.

Lange Zeit gingen die Kerzellerinnen und Kerzeller davon aus, dass die Erweiterung der Bestandsstrecke über Neuhof/Kerzell keine Rolle mehr bei der Suche nach einer geeigneten Trasse spielt. Seit der jüngsten Sitzung des Dialogforums ist die Erweiterung der bestehenden Strecke (Variante fünf) plötzlich wieder Thema.

Ich möchte darauf hinweisen, dass Kerzell schon immer ein Ort war, der sehr stark von Lärm geplagt wurde. Die bestehende Bahnstrecke, die frühere B40, die Schnellbahnstrecke Richtung Würzburg sowie die A66 haben den Kerzellerinnen und Kerzellern schon immer sehr stark zu schaffen  gemacht. Hinzu kommen immer wiederkehrende Probleme mit Hochwasser, das Wingasleitungsnetz und den Windkraft-Suchraum FD 57.

Nun sind die Sorgen wieder groß. Anwohner der Bestandsstrecke fürchten gar, dass sie ihre Häuser verlieren könnten, wenn es zum Ausbau der Bestandsstrecke um ein drittes oder sogar ein viertes Gleis kommt.

Es ist bekannt, dass im Zuge von Lärmvorsorge Schallschutz errichtet würde. Doch bestehen durchaus Zweifel, ob dieser ausreichen würde. Die Anwohner des Gebietes am Steinberg klagen schon jetzt über große Lärmbelästigung durch den nach oben ziehenden Schall. Ohne ein Fachmann zu sein, prognostiziere ich, dass die Beeinträchtigung für die Menschen in dieser Straße noch einmal ansteigen würde.

Über die Beeinträchtigungen, die der Ort während der Bauphase verspüren würde, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht viele Worte verlieren. In Kerzell führt die Bahnstrecke direkt durch den Ort. Dies unterscheidet ihn von Kalbach oder Flieden.

Auch die Idee, die Gleise zu spreizen, die im jüngsten Dialogforum aufkam,  macht den Kerzellerinnen und Kerzellern Sorgen.  Noch mehr Lärm und ein arg strapaziertes Landschaftsbild wären die Folgen und so nicht hinnehmbar.

Kerzell möchte sich entwickeln, neue Bauplätze schaffen und sich familienfreundlich präsentieren. Dies wäre beim Ausbau der Bestandsstrecke kaum noch zu realisieren. Ein mögliches Baugebiet wäre von Bahnstrecke und A66 eingeschlossen.

Ich bitte Sie im Namen des Ortsbeirates, unsere Gedanken in Ihre Planungen einfließen zu lassen.

Wir laden Sie herzlich zum Gespräch und zu einem Termin vor Ort ein.

 

Herzliche Grüße

gez. Steffen Reith (Ortsvorsteher)

 

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